Kategorie: Postkarten

Die Rubrik "Postkarten aus Aetherra" beinhalten eine Beschreibung einer Location aus Unbended, die in der aetherranischen Geschichte eine entscheidende Rolle spielt.

Diese hier, erzählt die Geschichte zu den

http://www.worldofunbended.de/media/content/UnsacredX.png

Unbended
Wir heißen Euch willkommen in den Ayhat Ghyn. Das sagt Euch nichts? Kein Wunder, denn dieser Gebirgszug, der für viele Bewohner des äußersten Nordens als der Sitz der Alten Götter gilt, wird nur von den dortigen Ureinwohnern so genannt. In der vermeintlich zivilisierteren Welt sind die "Dolche aus Eis" besser als Unsacred Mountains bekannt. Doch was brachte dieser Region einen so geringschätzigen und nach Gefahr klingenden Namen ein? Nun, die Permafrost-Gebiete des Nordens bildeten schon immer eine eigene Welt. Nur dünn besiedelt und durch die lebensfeindlichen Klimabedingungen wenig einladend für Reisende, konnten die Ureinwohner, die am Fuß der Berge siedelten, über Jahrhunderte weitestgehend frei von den ständigen Machtkämpfen und Territorialkriegen leben, die den Rest des Kontinents permanent erschütterten. Das änderte sich jedoch, als eine Gruppe von reisenden Kartographen und Geologen durch Zufall auf einen wahren Schatz stieß: Schwarze Diamanten von schier unfassbarer Größe und Reinheit. Und da die Geschichten von Reichtum und Glück schneller reisen, als selbst der stärkste Sturmwind, machten sich schon bald Menschen aus allen Regionen des Kontinents auf, um den gefrorenen Bergen ihre Schätze zu entreißen. Doch nicht nur die Kälte sollte sich schnell als erbitterter Feind erweisen. Die Ureinwohner der Bergregion, von deren Existenz bis dahin niemand Kenntnis hatte, waren nicht gewillt, die fremden Landnehmer gewähren zu lassen. Nie hatten die Dhyadayn, die Bergmenschen, etwas erblickt wie diese kleinen aber aggressiven und höchst kriegerisch veranlagten Zwergwesen, die versuchten, in die Gebiete ihrer Stämme einzudringen, um dort - aus Sicht der Bergmenschen - wertlose, dunkle Kiesel aus dem Fels zu schlagen. Glänzende Klingen führten die Winzlinge mit sich, die so scharf geschliffen waren, dass sie selbst die dichten Fellhäute der Dhyadayn durchdringen konnten und so kam es zu blutigen Gemetzeln, die viele das Leben kosten sollten. Als die Bergmenschen die Oberhand zu gewinnen begannen (ihre Waffen waren gewiss weniger vorzüglich, aber die Berge selbst waren ihre Verbündeten, so dass sie mit der Macht von Lawinen und dem zermalmenden Gewicht riesiger Felsen kämpfen konnten), traf ein gewaltiges kaiserliches Heer im Norden ein. Vor dieser Übermacht mussten sich die Bergmenschen schließlich zurückziehen und die Überlebenden stiegen hoch in die Berge hinauf. So hoch, dass die Eindringlinge ihnen niemals hätten folgen können, denn wer diese dünne, eisklare Luft atmen will, der sollte mehr zu bieten haben, als den kümmerlichen Brustkorb eines Gnoms. Schließlich fanden die Expeditionskorps der Kaiserlichen das, was den Bergen ihren Namen einbringen sollte. In den Chroniken nennt man es "Gottlose Schlachthäuser". An diesem Ort hatten die riesenhaften Ureinwohner, bei denen es sich, durch die Augen der Menschen gesehen, um primitive Kannibalen handelte, ihre eigenen Artgenossen offenbar geschlachtet und ausgeweidet. Dass in der Kultur der Dhaydayn die "geliebten Gegangenen" lediglich ihr letztes Opfer gegeben hatten und dass die Bergmenschen alles zu verwerten gelernt hatten, was die Natur ihnen überließ (was sie übrigens in einer feierlichen Zeremonie taten), das sollte von den Menschen nicht verstanden werden. Und so rankten sich schon bald finsterste Legenden um die Bewohner der Berge und nur wenige Abenteurer haben je den Aufstieg in die majestätischen Höhen der Unsacred Mountains gewagt. Was aus dem sagenhaften Reichtum durch die schwarzen Diamanten wurde, fragt ihr? Nun, es wurde nichts daraus. Auch wenn noch viele Jahre lang Stollen in die Felsen getrieben wurden, fand man nie wieder auch nur den winzigsten Edelstein. Irgendwann zogen auch die letzten Schatzsucher und Glücksritter aus den Bergen ab und ihre Spuren wurden schnell von Eis und Schnee begraben. Die Dhyadayn jedoch sollten nie wieder dorthin zurückkehren, wo sie einst siedelten. Über ihr weiteres Schicksal wissen wir bis heute nichts.

Das Concept Art wurde kreiert von:
Rudolf Eizenhöfer.

geschrieben von: Crow Girl
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